Ein EUROART-Stipendium zum Thema Zukunft und eine Einladung des Kunstvereins Hiddensee führten im Herbst 2025 für zwei Wochen auf diese besondere Ostsee-Insel. Das Vorhaben: Mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen, sie zu fragen, was sie mit dem Begriff Zukunft verbinden – um so Zukunft auf der Insel zu verorten.
Zukunft auf Hiddensee – in den Gesprächen tauchten immer wieder ähnliche Themen und Fragen auf. Viele davon haben nicht nur auf Hiddensee Relevanz, sondern in ganz Deutschland, wenn nicht auf der ganzen Welt. Einige scheinen spezifisch ostdeutsch. Wie gelingt es den Inselbewohnern, Insel und Region selbst aktiv zu gestalten und die Balance zwischen Bewahren und notwendiger Veränderung zu finden? Wie gelangen sie zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl und Verbundenheit, die sie benötigen werden, um die anstehenden Herausforderungen meistern zu können? Oder ganz konkret: An welchen eigenen Orten können die Bewohner der Insel zusammenkommen, speziell die jungen? Wie verhindert man, dass Häuser an Meistbietende verkauft werden und deswegen im Winter dunkel und leer stehen?
Die entstandenen Arbeiten können nicht mehr sein als künstlerische, subjektive und fragmenthafte Interpretationen der Fragen, Eindrücke und Berichte, mit denen ich aus den verschiedenen Gesprächen herausgegangen bin. In der Ausstellung hingen deswegen außerdem ausgewählte Originalzitate der Gesprächspartner ergänzend neben den Bildern. Aus beidem konnten sich die Betrachter ihr eigenes Bild formen. Zahllose Gespräche und Diskussionen vor den Bildern und Texten haben während der Ausstellung gezeigt: Das Bedürfnis nach Austausch ist groß.










